Vino del CARLsGARTEN

Passend zum Herbst haben wir unsere Weinreben abgeerntet und machen jetzt  CARLsGARTEN-Wein daraus!

Wenn ihr auch Weingenießer*innen seid und euch ebenfalls an der Weinherstellung versuchen wollt, hier unsere Vorgehensweise …

Für unseren Weißwein haben wir verwendet:

  • Gärgefäß
  • Eine Gärpfeife als Gäraufsatz damit kein Sauerstoff und Tiere in den Wein gelangen
  • Reinzuchthefe für die Gärung
  • Weinpresse
  • Leinentuch zum Auskleiden der Weinpresse
  • Schlauch zum Abziehen des fertigen Weins

So wird’s gemacht:

Zunächst die weißen Trauben nach dem Ernten von ihrem Stielgerüst trennen und säubern. Anschließend die Weinpresse mit einem Leinentuch auskleiden (Leinentücher für die Weinpresse sind meistens speziell beschichtet, daher sollten Sie es vor dem ersten Pressen gut reinigen). Die Trauben nun in die Presse geben und den Deckel schließen.14390637_1072787749505708_5165579011188360994_n

Einen entsprechenden Eimer oder etwas Ähnliches unter die Ausflussstelle der Presse stellen und langsam anfangen das Gewinde zu drehen. Das Gemisch aus Trauben und Traubensaft in der Presse nennt man Maische. Schon nach weniger Zeit fließt jetzt reiner Traubensaft bzw. Most aus der Presse. Man sollte beachten, dass man die Trauben nicht zu fest presst, da sonst die Kerne beschädigt werden und somit Bitterstoffe in den Wein Gelangen, welche diesen ungenießbar machen.img_56791

Den Most anschließend in ein Gärgefäß schütten und Reinzuchthefe hinzugeben. Das Gefäß muss jetzt mit der Gärpfeife geschlossen werden, damit der Wein gären kann. 14370429_1072797316171418_4374985084608721680_n

Wenn der Wein aufhört zu gären (das erkennt man daran, dass keine Blasen mehr in der Gärpfeife aufsteigen), ist der selbstgemachte Wein fertig. Solltet ihr den Wein über längere Zeit lagern wollen, müsst ihr diesen mit Kaliumdisulfid schwefeln. Jetzt muss man den Wein nur noch filtern, indem man ihn von dem am Boden abgesetzten Heferesten trennt. Dies erfolgt durch einen Schlauch, welcher den Wein abpumpt. Füllet den fertigen Wein nun in eine Flasche und … Prost!

Die Herstellung unseres Rotweins verlief ebenso einfach.

Benötigt haben wir dafür:

  • Gärgefäß (am besten mit relativ großer Öffnung zum Pressen)
  • Eine Gärpfeife als Gäraufsatz damit kein Sauerstoff und Tiere in den Wein gelangen
  • Reinzuchthefe für die Gärung
  • Gegenstand zur Pressung der Trauben (bei uns provisorisch eine Suppenkelle)
  • Schlauch zum Abziehen des fertigen Weins

Wie auch beim Weißwein, müssen hier natürlich auch als erstes die roten Trauben von ihrem Stielgerüst gelöst, und gereinigt werden.

Das Pressen der Trauben läuft hier aber anders ab. Zunächst gibt man alle Trauben ungepresst in das Gärgefäß. Anschließend werden die Trauben dann mit einem Gegenstand (bei uns eine Suppenkelle) in dem Gefäß gepresst. Auch hier ist wieder zu beachten, dass die Kerne der Trauben nicht beschädigt werden. Zuletzt wird nun die Reinzuchthefe in das Gefäß gegeben und ein Stofftuch, als Schutz vor Dreck und Tieren, über die Öffnung gestülpt. Wichtig beim Rotwein ist, dass die Trauben in dem Most gären, da sonst der Farbstoff aus den Schalen der Früchte nicht auf den Wein übertragen wird und ein Rosé-Wein entstehen würde.  Den Wein jeden Tag kurz umrühren, da sich sonst die Trauben an der Oberfläche absetzen und vertrocknen. Nach einigen Tagen, wenn sich die Farbe vollständig aus den Trauben gelöst hat, muss der Most von den restlichen Trauben getrennt werden. Anschließend gibt man den reinen Most in ein Gärgefäß, welches mit einem Gärstifft verschlossen wird und lässt diesen nochmal ca. für eine Woche gären (bis die Gärung abgeschlossen ist). Auch hier gilt: Wer den Wein lagern möchte, sollte zur Abtötung der Hefebakterien schwefeln. Zuletzt filtert man den Wein, genau wie beim Weißwein, durch das sog. Abziehen, wobei man den sich an der Oberfläche befindenden Wein mit einem Schlauch absaugt. Füllen Sie Ihren Wein anschließend in eine Flasche.

Ob rot oder weiß: Genießt euren Wein und habt Spaß bei der Herstellung!

(Leon)